Die Ausbildung ist dir nicht genug?
Du willst nicht nur auf dem Gerüst sondern auch auf der Karriereleiter nach oben?

Mit der abgeschlossenen Ausbildung zum Gerüstbauer hast du folgende Möglichkeiten:

 

 1. Geprüfter Gerüstbau-Kolonnenführer

Was bringt´s?

Mehr Verantwortung – mehr Geld!

Als geprüfter Gerüstbau-Kolonnenführer führst du die Kolonne auf der Baustelle an und überwachst die Arbeiten.
Im Unterschied zum ernannten Kolonnenführer darfst du sogar mehrere Kolonnen leiten und überwachen.
Du kontrollierst am Ende die gestellten Gerüste und dokumentierst alles.
Weil das mehr Verantwortung ist, kriegst du dann auch mehr Geld.

 

Wer kann´s werden?

  • wer eine abgeschlossene Ausbildung in einem einschlägig anerkannten Ausbildungsberuf hat
    und mindestens ein Jahr als Gerüstbauer gearbeitet hat.
  • wer eine abgeschlossene Ausbildung in einem sonstigen anerkannten Ausbildungsberuf hat
    und mindestens zwei Jahre als Gerüstbauer gearbeitet hat.
  • wer mindestens 5 Jahre als Gerüstbauer gearbeitet hat.

 

Was ist zu tun?

Um geprüfter Gerüstbau-Kolonnenführer zu werden musst du noch einen Lehrgang machen und eine Prüfung ablegen.
Der Lehrgang dauert 6 Wochen. Dein Arbeitgeber meldet dich bei der Sozialkasse dafür an.
Der Lehrgang selbst findet dann an einem der Ausbildungszentren (Dortmund, Bernau, Weiterstadt) statt.
Darüber, wie du während dieser Zeit deine Miete und dein Essen bezahlst, musst du dir keine Gedanken machen.
Das Tolle ist nämlich, dass du während der Zeit des Lehrgangs weiterhin dein normales Gehalt bekommst,
weil die Finanzierung des Lehrgangs über die Sozialkasse läuft!

 

Und hier nochmal auf einen Blick:

 

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2. Gerüstbauermeister – Spitze beruflicher Qualifikation und Sprungbrett zur Selbstständigkeit

Was bringt´s?

Mit dem Meistertitel kannst du deinen eigenen Betrieb leiten. Außerdem darfst du andere zum Gerüstbauer ausbilden.
Zudem hast du mit dem Meisterabschluss die gleiche Qualifikationsstufe wie mit dem Bachelor von der Hochschule.
Das ist wichtig, wenn du nach dem Meisterabschluss noch studieren möchtest und kein Abitur hast.
Der Meistertitel ist dann nämlich deine Zugangsberechtitung zu den Hochschulen.

 

Wer kann´s werden?

Die Meisterprüfung kann ablegen,

  • wer die Gesellenprüfung im Gerüstbau oder verwandtem Handwerk bestanden hat.
  • wer die Gesellenprüfung in anderem Ausbildungsberuf bestanden hat
    und mehrere Jahre als Gerüstbauer gearbeitet hat.

 

Was ist zu tun?

Um den Meistertitel zu bekommen, musst du eine Prüfung ablegen.

Die Meisterprüfung gliedert sich in vier Prüfungsteile:

  • Die Prüfung der meisterhaften Verrichtung der gebräuchlichen Arbeiten (Teil I)
    Prüfungsbereiche: ein Meisterprüfungsprojekt und ein darauf bezogenes Fachgespräch sowie eine Situationsaufgabe
  • Die Prüfung der erforderlichen fachtheoretischen Kenntnisse (Teil II)
    Prüfungsfächer: Gerüstbautechnik, Auftragsabwicklung, Betriebsführung und Betriebsorganisation
  • Die Prüfung der erforderlichen betriebswirtschaftlichen, kaufmännischen und rechtlichen Kenntnisse (Teil III)
    Im Einzelnen: Grundlagen des Rechnungswesens und Controllings;
    Grundlagen wirtschaftlichen Handelns im Betrieb; Rechtliche und steuerliche Grundlagen
  • Die Prüfung der erforderlichen berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnisse (Teil IV)
    Im Einzelnen: Planung der Ausbildung; Einstellung von Auszubildenden; Ausbildung am Arbeitsplatz;
    Förderung des Lernprozesses; Ausbildung in der Gruppe; Abschluss der Ausbildung

 

Weil das alles ziemlich kompliziert ist, kannst du vorher die sogenannte Meisterschule besuchen. Das sind Kurse, die in Teil- oder Vollzeit bei den Handwerkskammern angeboten werden. Die Teile III und IV sind nicht speziell auf den Gerüstbau zugeschnitten. Diese werden von vielen Handwerkskammern angeboten. In den Teilen I und II geht es um spezielle Themen des Gerüstbaus. Solche Kurse können nur bestimmte Handwerkskammern anbieten.

Derzeit bieten folgende Handwerkskammern diese Kurse an. Für weitere Informationen zu Terminen, Dauer und Kosten der Kurse, wende dich bitte an die jeweilige Handwerkskammer.

 

3. FÖRDERUNGMÖGLICHKEITEN: “Meister-BAföG”

Wenn du den Vorbereitungskurs in Vollzeit machst, kannst du nebenher nicht mehr arbeiten.
Deshalb sind dieMeistervorbereitungskurse im Gerüstbau förderungsfähig nach dem Aufstiegsfortbildungsgesetz (AFBG).
Das heißt, du musst dir keine Sorgen machen, wie du während der Kurse und Prüfungen deine Miete und Essen bezahlst,
weil du in dieser berechtigt bist,  staatliche Fördergelder zu beziehen.
Genauere Informationen zu dem sogenannten “Meister-BAföG” und zur Antragsstellung bekommst du hier
und bei der zuständigen Stelle.

 

 

Und hier nochmal auf einen Blick:

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